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Michael Jackson
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Stiefvater der Anklägerin wollte Geld, nicht das Haus

April
April.12_05.JPG Die Zeugenaussagen im Michael-Jackson-Prozess konzentrierten sich nach sechs Tagen zu früheren Vorwürfen wieder auf die aktuellen Anschuldigungen gegen den Sänger. Der Stiefvater des Anklägers sagte am Dienstag aus, dass einer von Jacksons Mitarbeitern der Familie nach der Ausstrahlung der ITV-Dokumentation „Living with Michael Jackson“ ein Haus und eine College-Ausbildung angeboten habe. In der Dokumentation waren Szenen zu sehen, in denen der Ankläger Jackson an der Hand hielt. Die Staatsanwaltschaft wirft Jackson vor, den Jungen nach der Ausstrahlung der Dokumentation missbraucht zu haben und anschließend eine Verschwörung geplant zu haben, um die Familie als Geiseln zu nehmen, um eine Gegendarstellung zur Sendung zu filmen. Major Jay Jackson, Reservist der Armee, sagte aus, dass er einen Jackson-Mitarbeiter, Frank Tyson, bezüglich einer Entschädigung für die Dreharbeiten der Gegendarstellung gefragt habe. „Ich sagte: ‚Was bieten Sie dieser Familie dafür an?‘“ sagte er vor Gericht. Er berichtete, dass Tyson, der von der Staatsanwaltschaft als nicht angeklagter Mitverschwörer benannt wurde, geantwortet habe, er biete „Schutz“ an. Der Stiefvater sagte, er habe erwidert: „‚Frank, die Familie braucht keinen Schutz. Vor wem schützen Sie sie?‘“ Er habe keine Antwort auf die Frage erhalten. „Er [Tyson] sagte, er werde eine College-Ausbildung und ein Haus anbieten“, erklärte er und fügte hinzu: „Sie brauchten kein Haus ... und sie waren erst in der achten Klasse und brauchten zu diesem Zeitpunkt keine College-Ausbildung." Er sagte, er habe Tyson dann ausdrücklich nach einer finanziellen Entschädigung gefragt. „Ich war zu diesem Zeitpunkt misstrauisch. Er [Tyson] sagte tatsächlich: ‚Versuchen Sie, uns zu erpressen?‘“ Der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Ron Zonen befragte den Major auch zu zwei Journalisten, die ihn nach der Ausstrahlung der britischen Dokumentation im Ausland kontaktiert hatten. „Ich war neugierig darauf“, sagte der Stiefvater. „Ich dachte vielleicht daran, eine Entschädigung zu verlangen, aber ich hielt das für branchenüblich. Ich hatte keine bösen Absichten.“ Er sagte aus, ihm seien bis zu 15.000 Dollar angeboten worden, er habe aber „abgelehnt. Je mehr ich darüber nachdachte, desto weniger erschien es mir eine gute Idee." Unter Kreuzverhör fragte der leitende Verteidiger Thomas Mesereau jedoch: „Sie haben doch mit ihnen wegen Geld hin und her verhandelt, nicht wahr?" „Das stimmt“, antwortete der Stiefvater. „Und Sie konnten sich nicht einigen, richtig?" „Richtig“, gab er zu. Die Staatsanwaltschaft konzentrierte sich stark auf den Zeitraum im Februar 2003, als die Familie nach Florida gebracht wurde, angeblich um eine Pressekonferenz mit Michael Jackson abzuhalten. In diesem Zeitraum gab die Familie ein Audio-Interview mit einem Privatdetektiv, drehte die Gegendarstellung und wurde zudem von Jugendämtern befragt. „Und mitten in diesem ganzen Wirbel begann nach Ihrem Wissen der Missbrauch am 20. [Februar]?“ fragte Mesereau ungläubig. Die Staatsanwaltschaft legte Einspruch ein, und Richter Rodney Melville wies den Stiefvater an, die Frage nicht zu beantworten. Der Stiefvater berichtete der Jury auch, wie die Mutter des Anklägers im Frühjahr 2003 mehrfach von Neverland aus angerufen habe. „Sie sagte, sie könne ihre Kinder nicht sehen, dass sie, wenn sie Neverland verließ, eine Begleitperson hatte“, sagte der Major, der damals mit der Mutter liiert war. „Es waren kurze und verstörte Gespräche“, sagte er. Er beschrieb die Stimmung der Mutter als „emotional“ und „verstört“ und sagte, die Anrufe seien immer abrupt von der Mutter beendet worden. Einmal kehrte die Mutter von Neverland zum Haus der Familie in West Los Angeles zurück, doch der Stiefvater sagte aus, sie sei von Jacksons Mitarbeitern unter Druck gesetzt worden, zum Ranch zurückzukehren. Er sagte auch, dass sich das Verhalten des Anklägers selbst nach seiner Rückkehr verändert habe. „Es schien mir, als sei er von jemandem einer Gehirnwäsche unterzogen worden“, sagte er. Richter Melville wies die Jury an, diese Bemerkung zu ignorieren. Auf die Frage, die Veränderungen zu beschreiben, sagte der Stiefvater: „Er war gemein geworden. Er benutzte Schimpfwörter. Das hatte er vorher nie getan." „Er benahm sich sehr überheblich, irgendwie unhöflich, tatsächlich. Ich glaube nicht, dass er mich sehen wollte. Es war fast so, als wollte er sagen: ‚Was machst du hier?‘“ Unter Kreuzverhör wies Mesereau jedoch auf die umfangreichen Disziplinprobleme des Jungen in der Schule hin und spielte zudem ein Audioband ab, auf dem die Mutter Jackson lobt, weil er „wie ein Vater ... selbstlos, freundlich, bedingungslose Liebe zeigend“ sei. Das Band wurde am 16. Februar 2003 aufgenommen. Es wird erwartet, dass die Staatsanwaltschaft in den nächsten Tagen die Mutter des Anklägers als Zeugin aufruft. Quelle: AP/Santa Barbara News-Press/MJJForum/eMJey

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