Rio Caraeff spricht über seine Arbeit für MJ
(27-11-2012) Rio Caraeff ist der CEO von Vevo, einem der führenden Anbieter für Musikdistribution, der durch moderne Technologien den Zugang zu Musikvideos über YouTube, Xbox und iPhone ermöglicht. Der Dienst entwickelt sich schnell zu einer bedeutenden Einnahmequelle für Künstler und Plattenfirmen, die nun auf Musikvideos wie nie zuvor setzen können. Im September wurde Vevo zum beliebtesten Kanal auf YouTube, und Anfang dieses Monats startete der Dienst in Europa, wo er nun in Spanien, Italien und Frankreich verfügbar ist.
In einem kürzlichen Interview sprach Caraeff über seine aktuelle Arbeit, aber auch über frühere Projekte mit Michael Jackson.
INTERVIEWER: Haben Sie Musikvideos schon immer geliebt?
RIO CARAEFF: Ich bin in den 1980er Jahren in New York mit MTV aufgewachsen. Ich erinnere mich an The Box; später sah ich Martha Quinn, Pop-Up Video und TRL. In den 1980ern ist mir ein Video besonders früh ins Gehirn eingebrannt: „Sledgehammer“ von Peter Gabriel. Mitte der 1990er Jahre hatte ich eine Spezialeffektfirma gegründet, die viel für Musikvideos, TV-Werbespots und einige Spielfilme arbeitete. Eines meiner Lieblingsvideos aller Zeiten war damals eines, an dem ich mit Michael und Janet Jackson gearbeitet habe: „Scream“, das im Weltraum auf sehr unterhaltsamen Sci-Fi-Sets spielte. [... ]
Ich erinnere mich, Mitte der 1990er Jahre eine der ersten Künstler-Websites gebaut zu haben – sicherlich die mit dem größten Budget damals – für Michael Jackson. Das war bevor ich bei Capitol arbeitete. Sein Doppelalbum hieß „HIStory“ und ich baute die Seite komplett auf und hatte Zugang zu den Archiven seiner Firma – all seine Fotos und Videos. Wir bauten diese großartige Website und ich saß mit meinem Partner da und sagte: „Okay, wir sind fertig. Sollen wir sie einfach online stellen?“ Ich erinnere mich, dass er sagte: „Nun, wir sollten sie ihnen wahrscheinlich erst zeigen, um ihre Zustimmung zu bekommen.“
Okay, aber wie zeigen wir sie ihnen? Denn sie hatten keinen Internetzugang. Also riefen wir sie an und sie sagten uns, wir sollten ein Video davon machen und es ihnen per Bote schicken. Also saßen wir da und überlegten, wie wir das machen sollten, und letztlich musste ich die Seite surfen, während mein Partner mit der Kamera über meiner Schulter den Bildschirm abfilmte. Dann machten wir eine Menge VHS-Kopien und brachten sie per Boten zu Epic Records und zu Michael Jacksons Leuten. Es dauerte eine Weile, bis die Zustimmung kam. Aber ja, es gab eine Zeit, da filmte man Websites auf Video und schickte sie zur Genehmigung herum. [... ]
Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.
Quelle: MJFC / Fast Company
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