AEG fordert Jermaines Buchentwürfe an
(13.9.2012) Der Konzertveranstalter AEG Live fordert Entwürfe und Manuskripte von Jermaine Jackson an, die angeblich Details über seinen Superstar-Bruder enthalten könnten und die der Verteidigung in einer Klage der Mutter der Sänger dienen sollen. AEG verlangt Entwürfe und Manuskripte von Jacksons aktuellem Buch „You Are Not Alone“ sowie eine unveröffentlichte Memoiren, die sich angeblich auf Michael Jacksons mutmaßlichen Drogenmissbrauch konzentrieren könnte.
Die Anwälte von Jermaine Jackson wehren sich gegen die Forderung und bezeichnen sie als zu weit gefasst und als Verletzung des Ersten Verfassungszusatzes, so Gerichtsdokumente. Die Herausgabe der Schriften würde zudem die Privatsphäre von Michael Jacksons drei Kindern und anderen Familienmitgliedern verletzen und eine „Fischzug-Expedition“ darstellen, heißt es in den am Montag eingereichten Unterlagen.
Die Anwälte von AEG argumentieren, die Schriften seien für die Verteidigung in einem Fall wichtig, den die Mutter der Sänger angestrengt hat. Sie wirft dem Konzertveranstalter vor, Conrad Murray, den Arzt, der wegen fahrlässiger Tötung im Zusammenhang mit Michael Jacksons Tod im Juni 2009 verurteilt wurde, nicht ordnungsgemäß beaufsichtigt zu haben. Gefordert werden Entwürfe eines Buches mit dem Titel „Legacy: Surviving the Best and the Worst“, das Berichten zufolge bereits mehrere Jahre vor dem Tod des Popstars in Arbeit war. AEG behauptet, die Entwürfe enthielten „Fragen von enormer Relevanz für diesen Fall, einschließlich des angeblichen langfristigen Missbrauchs von verschreibungspflichtigen Medikamenten durch Michael Jackson.“ AEG-Anwalt Marvin Putnam schrieb in einer E-Mail, das Unternehmen fordere die Dokumente an, weil Jermaine Jackson während seiner Buch-Tour öffentlich „Details über das Leben und den Tod seines Bruders“ angepriesen habe. Putnam schrieb außerdem, Jermaine Jackson habe behauptet, er sei die „einzige Person, die den wahren Michael vermitteln könne.“ In seinem Antrag, mit dem ein Richter zur Herausgabe der Materialien bewegt werden soll, argumentiert AEG, dass die Schriften nicht unter den Schutz fallen, der investigativen Journalisten zusteht, da es sich um Memoiren handelt. Eine Anhörung ist für den 28. November angesetzt.
Das Unternehmen strebt außerdem an, Jermaine Jackson zu vernehmen. Zudem erwirkte es am Mittwoch eine richterliche Anordnung, die Jacksons langjährigen Freund und Dermatologen Dr. Arnold Klein verpflichtet, nächsten Monat zu einer Vernehmung zu erscheinen.
Jermaine Jacksons Anwalt Kevin Boyle, der auch seine Mutter in der Klage gegen AEG vertritt, stand für eine Stellungnahme nicht sofort zur Verfügung. Katherine Jackson hatte AEG im September 2010 verklagt, der Prozess ist für April 2013 angesetzt.
Quelle: MJFC / Brandon Sun
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