12. September 1997 – ABC-Netzwerk
Michael: Sie folgen euch. Sie verfolgen euch mit ihren Motoren
[ein anderes Geräusch, das wie ein Motor klingt]
Barbara Walters: Und sie schneiden euch dann den Weg ab?
Michael: Ja, und ich muss dem Fahrer sagen: ”Fahr langsamer“ – zack, ich springe mitten rein und sage: ”Du bringst uns alle um, fahr langsamer“ – das habe ich schon oft gemacht... ”Du erschießt uns“... und der Fahrer springt aus dem Auto und schreit sie an.
Barbara Walters: Weißt du, es gibt die Diskussion, dass du bei Werbung für deine Alben auf die Medien setzt... für deine Konzerte... für Dinge, die du willst...
Michael: Wenn ich mit etwas zufrieden bin, ja
Barbara Walters: Aber du kannst die Presse nicht immer kontrollieren. Du kannst nicht mit allem zufrieden sein. Du kannst sie nicht in dein Leben hineinlassen und sie für Werbung nutzen und dann plötzlich für einen ganz bestimmten Zweck alles wieder rausholen und sagen, dass sie nicht mehr eingreifen dürfen.
Michael: Doch, das könnt ihr.
Barbara Walters: Gut, wie machst du das? Wo ist die Grenze zwischen den beiden?
Michael: Ich weiß selbst, wie man das macht und wie man sie aufhält... und das ist etwas, das ihr nicht tun solltet. Ihr solltet nicht sagen ”Der ist ein Tier... der ist“ ... Ihr solltet nicht ”JACKO“ sagen... Ich bin kein JACKO... Ich bin Jackson.
Barbara Walters: Was fühlst du, wenn man dir das sagt...
M: Ja,... und woher JACKO kommt. Das kommt von manchen dieser englischen Boulevardzeitungen. Ich habe ein Herz, ich habe Gefühle. Wenn ihr das mit mir macht, fühle ich das. Das ist nicht richtig. Macht das nicht. Ich bin kein Idiot.
Barbara Walters: Manche sagen, dass du selbst dafür sorgst, dass die Aufmerksamkeit der Menschen auf dich zunimmt.
Michael: Nein, das mache ich nicht..
Barbara Walters: Gut, Maske... geheimnisvolles Verhalten
Michael: Es gibt kein geheimnisvolles Verhalten. Es gibt Zeiten, in denen... wenn ich ein Konzert habe und möchte, dass so viele Menschen wie möglich kommen und das Konzert genießen.
Und es gibt auch Zeiten, in denen ihr lieber für euch sein wollt... wenn ihr Pyjamas anzieht und schlafen geht,...
das Licht ausschalten [er macht das Geräusch des Lichtschalters]... und sich hinlegen... Dort ist eure Privatsphäre. Ihr geht in den Park. Ich kann nicht dorthin. Also habe ich meinen eigenen Park in Neverland gebaut. Ein See, ein Kino, ein Vergnügungspark... Das ist alles, was ich genießen kann.
Barbara Walters: Ich möchte nicht, dass das wie eine beleidigende Aussage klingt. Ich möchte nur ehrlich mit dir sein. Aber du bist in gewisser Weise schon seltsam, weil du immer das Minimum sagst, was man dazu sagen kann. Deine Art, dich zu kleiden, dein Aussehen... diese Dinge ziehen die Aufmerksamkeit anderer auf sich. Das Aussehen, mit dem du aufgewachsen bist, ist ungewöhnlich. Denkst du nicht, dass genau das die Paparazzi zu dir ruft?
Michael: Nein [schüttelt den Kopf]...
Nein... Vielleicht möchte ich so leben. Ich möchte so gekleidet sein. Ich will die Paparazzi wirklich nicht. Aber wenn sie kommen, dann müssen sie freundlich sein. Die Wahrheit schreiben... gute Dinge schreiben.
Barbara Walters: Michael, ist es die Aufgabe eines Reporters oder der Presse, freundlich zu sein?