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250 potenzielle Jury-Mitglieder

Santa Maria/USA (AP) Die Geschworenensuche zum Beginn des Prozesses gegen Popstar Michael Jackson ist überraschend schnell abgeschlossen worden. Richter Rodney Melville erklärte am Dienstag, rund 250 potenzielle Jury-Mitglieder hätten sich bereit erklärt, für den auf etwa sechs Monate angesetzten Prozess zur Verfügung zu stehen. Aus ihrem Kreis werden nun die zwölf Geschworenen und acht Ersatzkandidaten ausgewählt, was mehrere Wochen dauern kann. Nach Medienberichten wirkte Jackson während der Vorführung der Kandidaten sehr entspannt und schmunzelte gelegentlich über ihre Äußerungen. In einer Video-Botschaft hatte sich Sänger am Sonntag zuversichtlich gezeigt. Die Vorwürfe seien ein Albtraum, aber er rechne fest mit einem Freispruch, «wenn die Wahrheit ans Licht kommt», sagte Jackson darin. court_daytwo_16.jpg court_daytwo_1.jpgIn Gruppen von jeweils etwa 150 Personen waren seit Montag etwa 430 mögliche Geschworenenkandidaten vor dem Gericht in der kalifornischen Kleinstadt Santa Maria erschienen. Sie wurden von Richter Melville im Beisein von Jackson, dessen Verteidigern und der Staatsanwälte befragt. Knapp 200 der Geladenen baten darum, von der Pflicht eines Geschworenen entbunden zu werden. Darunter waren neben anderen schwangere Frauen und Selbständige, andere machten Befangenheit geltend. Wie es schien, entsprach Melville ihrem Wunsch in den meisten Fällen. court_daytwo.jpg Gegen Mittag sagte der Richter, es seien ausreichend Jury-Mitglieder vorhanden. 300 weitere Kandidaten, die noch am Dienstag und am Mittwoch erscheinen sollten, würden nicht mehr benötigt. Die rund 250 Kandidaten, die das Gericht als mögliche Jury-Mitglieder in die engere Wahl zog, werden ab dem kommenden Montag von Staatsanwaltschaft und Verteidigung einzeln befragt. court_daytwo_3.jpg court_daytwo_4.jpg court_daytwo_20.jpg court_daytwo_19.jpg court_daytwo_21.jpg court_daytwo_12.jpg court_daytwo_17.jpg court_daytwo_14.jpg court_daytwo_15.jpg court_daytwo_10.jpg court_daytwo_7.jpg court_daytwo_5.jpg court_daytwo_8.jpg court_daytwo_9.jpg court_daytwo_22.jpg

Bücher, Zeitschriften und Videos...

Im Verfahren wegen angeblichen Kindesmissbrauchs gegen den Pop-Star Michael Jackson will die Staatsanwaltschaft "erotisches Material" vorlegen, die 2003 auf seiner Ranch beschlagnahmt wurden. Die Bücher, Zeitschriften und Videos würden belegen, dass Jackson sexuelle Interessen hatte, als er einen Buben berührte, hieß es in am Montag veröffentlichten Gerichtsunterlagen. Zudem sollten drei Bücher und zwei Fotografien vorlegt worden, die von der Polizei im August 1993 beschlagnahmt worden seien. Eine genauere Beschreibung der Materialen wurde von Richter Rodney Melville zensiert. Es wird erwartet, dass die Verteidigung bei einer Sitzung am Freitag Einspruch erheben wird.

Die Zeugenliste der Verteidigung

Jay Leno, Quincy Jones, Elizabeth Taylor, Chris Tucker, Stevie Wonder, Diana Ross, Larry King, Nick Carter und Uri Geller sind unter den Stars, die die Verteidigung Michael Jacksons als Zeugen für den Angeklagten aufrufen lassen will. Richter Rodney Melville erwartet eine einzigartige Parade von US-Stars.Allerdings, so berichtet die «New York Times», sei Melville bei manchen nicht klar, was sie eigentlich mit dem Fall zu tun haben sollen. «Sie sollten Eintrittskarten verkaufen», wird die Juristin Laurie Levenson von der Loyoloa Law School zitiert. Man dürfe nicht vergessen, dass es sich im Fall Jackson nicht nur um einen Prozess sondern auch um eine PR-Kampagne handle. Die Liste der Zeugen für Jackson sei vor 100 potenziellen Juroren verlesen worden, um auszuschließen, dass die Geschworenen-Kandidaten mit Zeugen verwandt sind oder sonst in enger Verbindung stehen. Laut Melville wird es noch rund drei Wochen dauern, bis die zwölf Geschworenen und ihre acht Vertreter gefunden sind. Auch Jackson selbst war bei der Verlesung anwesend und sei den potenziellen Juroren vorgestellt worden. Er habe gelächelt und ihnen zugewunken.

Geschworenenauswahl beginnt

Der Richter im Missbrauchsprozess gegen den US-Popstar Michael Jackson hat dem Angeklagten ein trotz des Medienrummels faires Verfahren zugesichert. Überdies begann er mit der Auswahl der Geschworenen. Judge Melville.jpg Er sei weder "gekauft" noch habe er bereits seine Meinung gebildet, sagte Richter Rodney Melville am Montag im südkalifornischen Santa Maria. Er fügte hinzu, dass er sich eine Jury wünsche, die ebenso eingestellt sei wie er. Der Richter instruierte die Kandidaten für die Jury, dass sie entscheiden müssten, ob Jackson "jenseits eines begründeten Zweifels" schuldig sei. Die Tatsache, dass Jackson angeklagt worden sei, beweise noch gar nichts. Zwei Wochen nach Beginn des spektakulären Verfahrens war der Richter weiterhin mit der Auswahl der zwölf Geschworenen beschäftigt. Das Auswahlverfahren wird voraussichtlich noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Von der verbliebenen 250 Kandidaten für die Jury hatte Melville für Montag eine erste Gruppe von 100 vorgeladen. Staatsanwaltschaft und Verteidigung begannen mit der mündlichen Befragung der Kandidaten. Das Gericht muss für den vermutlich Monate dauernden Prozess zwölf Geschworene und acht Ersatzkandidaten auswählen. Richter Rodney S. Melville forderte die 250 Kandidaten auf, sich zu entspannen und die Fragen so zu betrachten, als ob sie sich für eine neue Arbeitsstelle bewerben würden. Bereits kurz nach Beginn der Befragung durch Staatsanwaltschaft und Verteidigung wurde ein 81-jähriger Mann ausgeschlossen, der erklärte, ernst gesundheitliche Probleme zu haben. Die Kandidaten für die Geschworenenauswahl waren schon in Fragebögen nach Erfahrungen mit sexueller Belästigung, nach möglichen rassistischen Vorurteilen und nach Vorkenntnissen im Jackson-Fall gefragt worden.

Jackson kam zu spät zum Gericht

In einem bizarren Wettlauf gegen die Zeit ist US-Popstar Michael Jackson der drohenden Verhaftung entgangen. Richter Rodney Melville, der dem Missbrauchsprozess im kalifornischen Santa Maria vorsitzt, wollte am Morgen Jacksons Krankmeldung wegen Rückenschmerzen nicht akzeptieren und setzte ihm eine einstündige Frist zum Auftauchen im Gerichtssaal. Acht Minuten nach Verstreichen der Frist fand sich der abgehetzt wirkende Jackson ein. Gekleidet war er in eine Art Pyjama, seine Füße steckten in Hausschlappen. Mar.10_01.jpg "Ich werde seine Kaution aufheben, ich werde einen Haftbefehl erlassen, wenn er in einer Stunde nicht hier ist", hatte Melville gedroht. Jackson kam nach Angaben seines Anwalts Thomas Mesereau direkt aus dem Krankenhaus. Wegen "ernsthafter Rückenprobleme" habe er sich zuvor in die Klinik begeben. Richter Melville betonte, sein Beharren auf Jacksons Anwesenheit sei nicht gegen den Angeklagten gerichtet. "Dies hat nichts mit Schuld oder Unschuld zu tun." Er habe es aber für unerlässlich gehalten, dass Jackson der Anhörung beiwohnt. «Jackson hatte ein gesundheitliches Problem und ich hielt es für angebracht, sein Erscheinen anzuordnen», sagte Melville den Geschworenen. Er wolle nicht, dass die Jury negativ auf Jacksons Unpünktlichkeit reagiere. «Der Prozess wird fortgesetzt. Indem ich das anordne, drücke ich keine Meinung über den Fall oder Herrn Jackson oder den Staatsanwalt aus.» Jacksons Anwalt Thomas Mesereau hatte Jacksons Verspätung mit einem ernsten Rückenproblem erklärt, dessentwegen der Popstar sich am Morgen in ein Krankenhaus habe begeben müssen. Mesereau_01.jpg Jackson stieg denn auch mit offenbar schmerzverzerrtem Gesicht aus dem Auto und ging mit vorsichtigen Schritten zum Gericht, seinen Fans zuwinkend. Mar.10_02.jpg Mar.10_03.jpg Mar.10_04.jpg Mar.10_05.jpg Mar.10_06.jpg Mar.10_07.jpg

Medien Marathon

Zwar startet der Prozess gegen Michael Jackson erst am kommenden Montag, doch in den Medien startet der "Jahrhundert-Prozess" schon heute. Im Verlaufe des heutigen Freitags planen u.a. auch in Deutschland große Sender wie ARD, RTL und ProSieben ("taff") bereits erste Vorschauen auf den am Montag startenden Prozess. So werden sicherlich alle Ereignisse der letzten 14 Monate noch einmal zusammengefasst und Experten geben Ihre Meinung zum bevorstehenden Marathon ab. Besonders in Großbritannien überschlagen sich die Schlagzeilen. Im Fernsehen jagt eine Michael Jackson-Dokumentation und Diskussion die Andere. Erst kürzlich sorgte eine infame Tabloid-Reportage mit dem Titel "Michael Jacksons Boys" für Empörung. Jedoch ist das wohl erst der Anfang in einem noch nie zuvor dagewesenen Spektakel.

Michael Jackson in allen Punkten freigesprochen...

Herzlichen Glückwunsch an allen Michael Jackson Fans!
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"Gerechtigkeit ist erfolgt. Der Mann ist unschuldig. Er war's immer." Verteidigungsleiter, Thomas Mesereau Jr.
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Die Jury im Missbrauchprozess gegen den Popstar Michael Jackson hat ein Urteil gefällt. Die zwölf Geschworenen befanden den King of Pop in allen zehn Anklagepunkten für nicht schuldig, im Frühjahr 2003 einen 13-jährigen Jungen sexuell missbraucht und ihm Alkohol gegeben zu haben. Die Geschworenen einigten sich am siebten Beratungstag, nachdem sie über 32 Stunden hinter geschlossenen Türen getagt hatten. Jackson verließ nach diesem Freispruch erster Klasse den Gerichtssaal als freier Mann. Nach einem kurzen Gruß an seine kreischenden Fans verließ er das Gerichtsgelände in einem schwarzen Van Richtung Neverland Ranch.

Michael Jackson zum Prozessauftakt vor Gericht eingetroffen

Michael Jackson ist zum Auftakt seines Missbrauchprozesses pünktlich vor Gericht eingetroffen. Hunderte Fans bekundeten lautstark ihre Unterstützung. Sie mussten sich allerdings mit einem kurzen Blick auf ihr Idol zufrieden geben. Der ganz in weiß gekleidete Popstar kam ohne Familienverstärkung. Wegen Platzmangels im Gericht von Santa Maria ließ der Richter während der Juryauswahl keine Familienmitglieder zu. court1.jpg Mehr Fotos...court5.jpg court6.bmp court7.bmp court8.bmp court9.bmp court10.bmp court11.bmp

Prozess gegen Michael Jackson beginnt

Santa Maria (dpa) - Der Prozess gegen Michael Jackson wird einmal mehr zum Medienspektakel: Mehr als 1000 Pressevertreter und Fans sind zum Auftakt des Missbrauchprozesses gegen den Popstar nach Santa Maria gekommen. Nach monatelangem juristischen Tauziehen sollen nun die Geschworenen für den Prozess ausgewählt werden. support.bmp Unmittelbar vor Beginn des Sensationsprozesses gegen Michael Jackson haben zahlreiche Fans dem Popstar auf dessen Neverland-Ranch ihre Unterstützung bekundet. "Innocent" prangte in großen Buchstaben auf einem Schild in einem Autofenster vor dem kalifornischen Anwesen. Unter großem Medienrummel sollen zum Auftakt des Missbrauchsprozesses in der Kleinstadt Santa Maria zunächst die Geschworenen ausgewählt werden. Mehrere hartgesottene Fans aus den USA, aber auch aus Spanien, den Niederlanden und Großbritannien kamen auf die Neverland-Ranch, um ihren Meister zu unterstützen. "Er ist anders als andere Menschen", findet die 19-jährige Chantal aus der Schweiz, die mit einer Freundin eine Art Mahnwache hält. In Santa Maria selbst herrschte dagegen nüchterner Geschäftssinn vor. "Das ist der Wahnsinn", sagt die Besitzerin des Café "Diem", Carmen Jenkins. Sie hat eigens zehn Hilfskräfte eingestellt und für Reporter Internetanschlüsse legen lassen. In der Kleinstadt bezogen dutzende Fernsehteams vor dem Gericht Stellung.

Verhandlung vor Gericht wurde vertagt

Michael Jackson wurde am 15. Februar auf dem Weg zum Gericht wegen eines Schwächeanfalls ins Krankenhaus eingeliefert. Er weise grippeähnliche Symptome mit Erbrechen auf, erklärte Dr. Chuck Merrill, Sprecher des Marian Medical Center. Jackson sei stabil und würde in drei bis vier Tagen voll genesen sein, hieß es weiter. Jackson hätte an einer bereits laufenden Auswahl der Geschworenen teilnehmen sollen. Der Prozess wird laut Richter Rodney Meville am 22. Februar fortgesetzt.