Der vollständige Text von Jermain Jacksons Brief
News handelte von dem Brief, den Jermain Jackson, Michaels Bruder, auf Larry Kings Blog, dem CNN-Moderator, veröffentlicht hat, in dem er über seine neue Mission sprach – nämlich Michaels Botschaft an Menschen auf der ganzen Welt zu übermitteln. Nun können Sie den vollständigen, eindrucksvollen und bewegenden Text seines Briefes lesen. Er sagt, dass die Menschen durch das Lesen dieses Briefes das Wesen seines Bruders verstehen werden, der anderen nichts als Freundlichkeit entgegenbrachte.
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„Die Tragödie des Todes meines Bruders ist immer noch bei mir. Doch in seinem Tod habe ich eine neue Mission für mein Leben gefunden. Von nun an wird meine Existenz der Verbreitung von Michaels Botschaft gewidmet sein. Michael hatte einen einzigartigen Platz in dieser Welt. Er tat nicht nur gute Taten, sondern lehrte auch andere, diese Taten zu vollbringen. Selbst seine Abwesenheit macht die Welt größer. Ich möchte, dass die Menschen Michaels menschliche Seite verstehen. Ich möchte ihnen sagen, dass Michaels Schwerpunkt nicht auf Musik oder Auftritten lag, sondern darauf, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wenn Sie das wissen, werden Sie auch das Wesen meines Bruders verstehen.
Michael wollte den Menschen helfen, die Probleme zu sehen, die unsere Welt zerstören. Das war auch der Zweck seines neuen Konzerts. Er versuchte durch seine Lieder, Videos und Auftritte zu lehren. Mit Teilen seines ganzen Wesens wollte er uns zeigen, welche Kraft wir haben, um zu werden, was wir werden können. Sein Ziel war es, den Menschen zu beweisen, dass wir es schaffen, wenn wir alle daran arbeiten, die Welt zu verbessern. Michael engagierte sich sein ganzes Leben lang wohltätig – von Anfang an, als wir die Jackson Five gründeten. Er lernte sehr schnell, dass Talent allein keinen Wert hat. Wichtig ist, was man mit seinem Talent tut. Was haben Sie getan, um diese Welt besser zu machen? Michael verstand das und fand seinen Zweck: gleichzeitig zu unterhalten und zu lehren.
Michael wusste, warum die Welt in diesen Zustand geraten war. Er fragte „Warum?“, blieb aber nicht darin stecken, für jedes Problem und jede Schwierigkeit die Ursache zu suchen. Sein Ziel war es, Lösungen zu finden. Seine Botschaft war, Lösungen zu finden. Seine täglichen Gedanken waren: „Was kann ich tun, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen?“ Er widmete sein Sein der Beantwortung dieser Frage und der Übermittlung der Stimmen derjenigen, die nicht sprechen können.
Man in the Mirror, We are the World, Will You Be There – diese Lieder tragen alle eine einfache, aber kraftvolle Botschaft: Wenn jemand Hunger hat, gib ihm zu essen, aber versuche auch, ihm zu helfen, selbständig zu werden. Michael lehrte uns, dass man, wenn man eine gute Tat vollbringen will, bei sich selbst anfangen soll, dann den Kreis auf die Familie, dann auf die Nachbarn, dann auf eine Stadt und schließlich auf eine Nation ausweiten soll.
Michael suchte immer nach dem Guten in den Menschen. Aber er wollte, dass die Menschen ihn verstehen und wissen, warum er hier war. Das war es, was ihn ein Leben lang Spott und Hohn ertragen ließ, der über alle Grenzen der Toleranz hinausging. Wie konnte jemand, der so viel vergibt, mit so viel Hass begegnet werden? Warum wird die Zeit für uns umso härter und rauer, je mehr Sicherheit und Segen wir in unserem Leben haben?
Mein Bruder war niemals eine Bedrohung für jemanden. Er war in Frieden. Und seine friedvolle Natur war ein Geschenk Gottes. Michael wurde ein seltenes Talent zum Unterhalten, Auftreten und Singen gegeben. Aber das wahre Geschenk Gottes an ihn war die Fähigkeit, sein Talent in Taten für das Gute und zur Hilfe für andere umzusetzen. Michaels Lieder inspirierten uns, bessere Menschen zu werden. Das war sein wahres Geschenk.
Wir spüren Michaels Abwesenheit immer noch. Aber was wird nach diesen Tagen geschehen? Was wird aus Michaels wahrem Zweck – dem Zweck, für den er lebte? Wer kann seinen Weg ohne Eigennutz und ohne versteckte Motive fortsetzen? Menschen und Regierungen sind fähig, gute Taten zu vollbringen, doch diese guten Taten dienen oft dazu, Macht und Kontrolle auszuüben. Michael wollte niemals jemanden kontrollieren. Er wollte nur Freude und Glück verbreiten.
Michael unterstützte mehr als 30 wohltätige Einrichtungen. Die meisten Menschen – selbst die großzügigsten – konzentrieren ihre Unterstützung auf eine kleine Anzahl. Aber Michael war anders. Er prüfte persönlich jede Wohltätigkeitsorganisation, die er unterstützte. Er kontrollierte deren Unterlagen und Konten, um sicherzugehen, dass sie das taten, was sie tun sollten.
Michaels Großzügigkeit ging über die von ihm unterstützten Wohltätigkeitsorganisationen hinaus. Als ein Mädchen eine Lebertransplantation brauchte und niemand bereit war, die Kosten zu übernehmen, tat Michael es. Ohne Aufsehen, ohne Medienwerbung. Es gibt viele solcher Fälle! Ich selbst werde mir erst jetzt vieler davon bewusst.
Wann immer Michael in ein Land reiste, nahm er sich Zeit, Krankenhäuser, Waisenhäuser und Krebspatienten zu besuchen. Das war seine Einladung. In jeder Ecke der Welt war das seine tägliche Routine. Die Welt muss wissen, was für ein Mensch er war. Denn wenn Kameras immer um ihn herum waren, wurde nichts über seine Liebe und Mitgefühl gesagt. Man wollte nur Werbung machen und Hype erzeugen.
Michael war es egal, ob wir all seine guten Taten kennen, denn Gott kennt sie. Gott kennt seine Absichten und kennt die Ergebnisse. Ich weiß, dass mein Bruder an einem sehr sicheren Ort ist, ruhig und in Frieden. Wenn wir auf der Erde sind, werden wir nicht nur danach beurteilt, was wir sind, sondern auch danach, was wir für andere tun. Nach dem Tod nehmen wir unsere guten und schlechten Taten mit. Michael nahm nichts mit außer guten Taten.
Michael und ich sind mit dem Glauben aufgewachsen, dass es eine höhere Macht gibt. Der Erfolg lehrte uns, dass Gott einen Plan für uns hat. Michael nutzte sein Talent auf würdige Weise. Er verstand, dass es nicht darauf ankommt, was man von anderen nimmt, sondern was man für andere tut. Wir alle erhalten Dinge im Leben. Aber die größte Leistung ist es, Gottes Werk zu tun. Michael war ein Mann Gottes, weil er Gottes Werk tat. Das ewige Leben ist Gottes letzte Belohnung. Und Michael hat ewiges Leben.“
Quelle: eMJey / larrykinglive.blogs.cnn.com
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