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Michael Jackson
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Michaels Arzt verabreichte ihm vor seinem Tod Beruhigungsmittel

Juli

Gestern, am Montag, teilte ein Polizeibeamter, der anonym bleiben wollte, der Associated Press mit, dass der Herzspezialist Conrad Murray – von Michael engagiert, um sich um ihn zu kümmern – ihm in der Nacht vor Michaels Tod, am 24. Juni, wenige Stunden nach Mitternacht, das Narkosemittel Propofol (Diprivan) injiziert habe.

Es ist anzumerken, dass die offiziellen Ergebnisse des forensischen Toxikologieberichts zu Michaels Leiche noch nicht bekanntgegeben wurden, und endgültige Aussagen von der Existenz des forensischen medizinischen Gutachtens abhängen. Die Polizei gibt an, dass Michael seit zwei Jahren unter Aufsicht seines Arztes bzw. seiner Ärzte Propofol zur Behandlung seiner Schlaflosigkeit erhalten habe. Die Ermittlungen prüfen, ob neben Conrad Murray noch weitere Ärzte Michael Narkosemittel verabreicht haben.

Propofol kann das Atmungssystem einer Person beeinträchtigen, den Herzschlag unregelmäßig machen und letztlich zum Herzstillstand führen. Aufgrund des hohen Risikos wird dieses Medikament nur in Räumen mit medizinischer Ausstattung und unter Aufsicht von Fachärzten eingesetzt. Die Verpackung des Medikaments enthält den Hinweis, dass bei Injektion der Patient während der gesamten Narkosedauer kontinuierlich von einem Arzt überwacht werden muss und ein Sauerstoffvorrat sowie eine Maske bereitstehen müssen, um bei Beeinträchtigung der Atmung sofort helfen zu können.

Die Polizei berichtete, dass sich in Michaels Schlafzimmer drei Sauerstoffflaschen befanden und weitere 15 Flaschen im Wachraum gelagert waren. Außerdem wurde in Michaels Zimmer eine Infusionsleitung gefunden, die Diprivan tropfenweise in seine Vene abgab. Sein Arzt brachte Michael wieder zu Bewusstsein, indem er diese Tropfinfusion stoppte.

Conrad Murray, 51 Jahre alt, wird in Gerichtsunterlagen als Verdächtiger wegen fahrlässiger Tötung geführt. Murray kooperierte während der Ermittlungen vollständig mit der Polizei.

Propofol wird Patienten verabreicht, die sich in einem Operationssaal einer Operation unterziehen müssen. Fachleute, die den Fall von Michaels Tod kommentierten, erklärten, dass die Anwendung zur Einschläferung einer Person zu Hause, fernab von medizinischer Ausrüstung, als berufliches Fehlverhalten gilt.

Der Anwalt von Murray besteht weiterhin darauf, dass sein Mandant kein Medikament injiziert habe, das zu Michaels Tod führte. Er erklärte, zu den Behauptungen dieses Polizeibeamten äußere er sich nicht zu Gerüchten oder Aussagen unbekannter Personen.

Conrad Murray wurde im Mai Michaels persönlicher Arzt und sollte ihn während der London-Konzerte betreuen. In dieser Zeit war er Gast in Michaels Haus auf dem Anwesen Bel-Air in Los Angeles.

Am Donnerstag, dem 25. Juni, fand Murray Michael bewusstlos in seinem Zimmer und versuchte, ihn mit einer Hand zu reanimieren, während er mit der anderen Hand Michaels zerbrechlichen Körper hinter dem Rücken schützte.

Es ist nicht genau bekannt, wie lange es dauerte, bis der Notdienst benachrichtigt wurde, doch sein Anwalt sagte, dass sich kein Telefon in Michaels Zimmer befand. Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis Murray einen von Michaels Mitarbeitern im dreistöckigen Anwesen fand und ihn bat, den Notdienst zu rufen. Murray gab an, die genaue Adresse von Michaels Haus nicht zu kennen. Schließlich wurde der Notruf um 12:21 Uhr mittags abgesetzt, und die Rettungskräfte trafen innerhalb von drei Minuten bei Michaels Haus ein. Sie fanden Dr. Murray vor, der weiterhin auf Michaels Brust drückte, um ihn zu reanimieren. Das Rettungsteam versuchte anschließend 42 Minuten lang, Michael wiederzubeleben. Danach wurde Michael mit eingeschaltetem Martinshorn in einem Krankenwagen zum University of Los Angeles Hospital gebracht. Michael verstarb um 14:26 Uhr.

Seine Schwester Latoya, die mit ihren drei Kindern im Krankenhaus war, sagte in einem Interview, dass Michaels Brust durch die Wiederbelebungsmaßnahmen und den Elektroschock geschwollen und gerötet war.

Der Polizeibeamte erklärte, dass die dritte Etage von Michaels Haus nur für ihn selbst, seine Kinder und seinen Arzt Dr. Murray zugänglich war und dass sonst niemand außer diesen fünf Personen das Recht hatte, diese Etage zu betreten.

Michaels Zimmer war sehr unordentlich, an der Wand waren etwa zwanzig Blätter Papier mit handschriftlichen Notizen aufgeklebt.

Auf einem dieser Blätter stand: „The children are lovable and pure.“

Die Heizungen und die Heizungsanlage waren eingeschaltet, und die Temperatur auf dieser Etage war ungewöhnlich hoch, da Michael immer frierte.

Quelle: eMJey / AP

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